Fahrende: Kanton hat sich verzockt

29. Décembre 2025

Fünf neue Halteplätze für Jenische, Roma und Sinti hat der Kanton Luzern geplant – ohne Einbezug der Gemeinden. Das hat Folgen.

Luzerner Zeitung / Alexander von Däniken

Er hält in Text und Karte fest, wie sich der Kanton und die Luzerner Gemeinden entwickeln sollen: der Richtplan. Seit 2020 überarbeitet ihn der Kanton. Es gilt, verbindliche Eckwerte zu definieren, wo zum Beispiel die zusätzlichen rund 120'000 Personen hinsollen, mit denen bis 2050 gerechnet wird, und wo die Infrastruktur ausgebaut werden soll. Kürzlich ging die öffentliche Auflage des Entwurfs zu Ende. 140 Stellungnahmen mit 3200 Rückmeldungen gingen ein; auch von den Parteien und Gemeinden (siehe Box). Die Regierung wird den Richtplan-Entwurf bereinigen und voraussichtlichbis im Sommer 2026 zuhanden  des Kantonsrats verabschieden. Nach der Behandlung im Parlament wird der Plan finalisiert und dem Bundesrat zur Genehmigung unterbreitet. Was im aktuellen Entwurf fehlt, sind die zusätzlichen Halteplatz-Standorte für Fahrende.

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